Wisst ihr gerade auch nicht so recht, ob es euch gut tut oder eher frustriert, aus dem Fenster in die Sonne zu schauen? Wir sind daheim. Alle. Das ist gut so, weil: Das ist verdammt wichtig und richtig so. Damit uns trotzdem nicht die Decke auf den Kopf fällt, gibt es eine neue Folge meines Podcasts „Covid allein zu Haus“.

Diesmal zeige ich euch einen famosen Weg auf, wie ihr trotz der #stayathome-Regel einen Garten erschaffen könnt – und zwar ganz allein und mitten in eurer Wohnung! Außerdem erzähle ich euch, wie wir dafür gesorgt haben, dass unsere Nachbarn nun alle Freunde sind. Euren Kindern offenbare ich einen Weg, wie sie trotz geschlossener Kindertagesstätten und Schulen trotzdem am Sportunterricht teilnehmen können und alle Eltern, die derzeit um ihre wirtschaftliche Existenz bangen, bekommen von mir wichtige Infos zur Soforthilfe für Unternehmen und Freiberufler an die Hand.

Auf die Gefahr hin, dass ich mich vor lauter „Aramsamsam“ und „Ritter Rost“-Musicals nicht mehr auf meine eigenen Gedanken konzentrieren kann. Los geht’s.

Reinhören: Covid allein zu Haus | Folge 3

Alltag für alle

Ein echter Garten für die Wohnung

Ein großes „Ihr habt es so gut!“ an alle Menschen da draußen, die einen Garten ihr Eigen nennen dürfen. Ihr habt sogar im Hausarrest die Chance, frische Luft zu tanken, ohne dabei fremden Menschen begegnen zu müssen. Ihr könnt Häuschen und Spielplätze für eure Kinder bauen und Grillstationen für die Großen. Glückwunsch. Weil aber nicht alle das Glück haben, ein eigenes Haus und/oder einen anderen Garten zu haben, habe ich für uns (denn da schließe ich mich Stadtbewohner ein) eine andere Möglichkeit gefunden.

Ein Garten für zu Hause! In der Wohnung. Und das ganz leicht. Haben wir erstmal Pflanzenerde und Töpfe im Internet bestellt und sind diese auch lieferbar, kann’s los gehen. Obst und Gemüse, das wir sowieso zu Hause haben, können wir mit einer einfachen Anleitung vervielfachen. Zugegeben, dafür müssen wir etwas Zeit und Geduld mitbringen, aber die haben wir ja jetzt. Und sollten wir bald nicht mal mehr einkaufen gehen dürfen, haben wir bald zumindest unsere eigene Kiwi-Plantage im Wohnzimmer. Das Tutorial könnt ihr euch im folgenden Video anschauen:

Freunde bleiben

Einfach die Nachbarn zu Freunden machen

Zugegeben, eine neue Idee ist das nicht, dass man sich den Nachbarn als Einkaufs- und Lieferservice anbietet. Während sich die ausgehängten Zettel im Hausflur aber normalerweise darauf beschränken, dass man füreinander Besorgungen macht, gehen wir bei uns im Haus noch einen Schritt weiter. Gemeinsam mit meinem Mann haben wir eine WhatsApp-Gruppe für unser Haus gegründet. Hier leben 17 Parteien, von denen niemand älter als 50 Jahre ist. Auf den ersten Blick wäre also niemand dabei, der zur Risikogruppe zählt. Darum geht es uns aber auch gar nicht primär.

Wir wollen und werden die Gruppe ab sofort dafür nutzen, uns zwar auch gegenseitig für Besorgungen und Einkäufe anzubieten. Vielmehr wollen wir aber auch die räumliche Nähe zueinander nutzen. Einige von uns haben im Vorratsschrank Lebensmittel, die sie eigentlich gar nicht mögen oder wovon die einfach viel zu viel haben. Die kann man jetzt untereinander tauschen. Ein Nachbar hat mich bereits gefragt, ob unsere Kinder was von dem Kuchen haben möchten, den er frisch gebacken hat. Ein anderer möchte die Gruppe nutzen, um Rezepte auszutauschen, die sich in diesen Tagen bewähren. Mein Mann hat bereits Mehl gekauft, um alle Nachbarn mit selbstgebackenen Brötchen zum Frühstück in einer Tüte an der Türklinke überraschen zu können. Übergabe stets via Paket vor der Tür.

Wir hatten den QR-Code zur WhatsApp-Gruppe via Aushang im Flur publik gemacht und noch mal extra auf Zettelchen in die Briefkästen geworfen. Nach wenigen Stunden waren 7 der 17 Parteien bereits Teil der Gruppe und sehr glücklich und dankbar darüber, dass man sich während dieses „Hausarrests“ austauschen kann und weiß, dass in unmittelbarer Nähe jemand wäre, auf den man sich verlassen kann. Um unnötigen Corona-Spam zu vermeiden, haben wir uns via Nettiquette darauf verständigt, die Gruppe nicht zum Weiterleiten von Kettenbriefen oder zum Posten von Links zum aktuellen Tagesgeschehen zu nutzen, sondern wirklich zum direkten, konkreten zwischenmenschlichen Austausch zu Alltagsdingen. Spaß macht’s.

Aber die Kinder

Sportunterricht für zu Hause für jedes Alter

Der Sportverein ALBA aus Berlin hat das gemacht, was unsere Kinder angesichts des #stayathome-Umstands dringend brauchen: Einen Bewegungsplan konzipiert, an dem jeder ganz einfach über YouTube teilhaben kann. „ALBAs tägliche Sportstunde“ heißt das Ganze und wurde von Jugendtrainern und Fitness-Experten entwickelt.

Von Montag bis Freitag zeigt ALBA auf seinem YouTube-Kanal täglich drei neue Sendungen. So sieht der Sporttag dann aus:

  • 9:00 Uhr: 30-minütiges Programm für Kita-Kinder
  • 10:00 Uhr: 45 Minuten Sportunterricht für Grundschulkinder
  • 11:00 Uhr: 45-minütiges Sportprogramm für Kinder der Oberschule

Jeden Freitag gibt es außerdem Tipps und Aufgaben, mit denen die Kinder und ihre Eltern auch am Wochenende Spaß und Training haben können. Damit der Sportunterricht nicht langweilig wird, gibt’s mit dem „Albatros“ sogar ein eigenes Maskottchenund in einigen Sendungen auch mal Basketball-Profis als Studiogäste oder Quizze.

Hier geht’s zum YouTube-Kanal von ALBAS täglicher Sportstunde ->

Arbeit nervt

Finanzielle Soforthilfe für Unternehmen und Freiberufler

Die Soforthilfe richtet sich an alle, die – Zitat – „durch die Corona-Krise in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Schieflage und in Liquiditätsengpässe geraten sind“. Jeder, der selbständig ist oder als Freiberufler arbeitet udn keine ausreichenden Mittel besitzt, um laufende Verpflichtungen zu zahlen, kann einen Antrag auf Soforthilfe stellen. Wichtig ist jedoch der Hinweis, dass zuerst verfügbares liquides Privatvermögen eingesetzt werden soll, bevor man Soforthilfe erhält.

Nach der Anzahl der Erwerbstätigen, die von der Corona-Krise betroffen sind, staffelt sich der Betrag der Soforthilfe. Wer sich also wirtschaftlich für sich selbst oder bis zu vier weitere Mitarbeiter verantwortlich ist, kann eine Soforthilfe in Höhe von 5.000 Euro beantragen. Je mehr Mitarbeiter es betrifft, desto höher ist der Betrag natürlich. So soll Betroffenen in Bayern schnellstmöglich unter die Arme gegriffen werden, als finanzielle Überbrückung in der Corona-Krise.

Alle Infos zur Soforthilfe für Unternehmen, Selbständige und Freiberufler, wer berechtigt ist und wer nicht, wie das Ganze abläuft und warum, inklusive Antragsformular, findet ihr hier beim Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie ->


Wie erlebt ihr eure Corona-Ferien? Welche Tricks habt ihr für euren Alltag bereits entdeckt und was macht euer Leben derzeit leichter? Teilt eure Ideen und Erfahrungen gern mit mir hier in den Kommentaren, auf meiner Facebook-Seite oder auch sehr gern bei Instagram! Ich freu mich auf einen regen Austausch mit euch!